Via Claudia Augusta

Einer der schönsten Radwege von Deutschland nach Italien ist eindeutig die Via Claudia Augusta. Als alte Römerstraße führt diese ehemalige Handelsroute von Donauwörth über 770 km bis an die Adria. Über Augsburg und Landsberg erreicht man zunächst das malerische Füssen und fährt dann weiter durch das Tiroler Land zum Fernpass.

Man radelt durch eine beeindruckende Bergwelt und kommt über Imst, Prutz und Puntsch zunächst nach Nauders. Hier passiert die Via Claudia Augusta die am höchsten gelegene Stelle des Reschenpasses. Insgesamt passiert die Via Claudia Augusta ca. 2500 Höhenmeter. Bei passendem Wetter lädt der lauschige Reschensee dann zu einem Sprung ins kühle, klare Nass ein.

Nach einer entspannten Tour durch die idyllische Meraner Innenstadt führt der Radweg schließlich in das Apfeldorf Lana. Dort lädt ein alpin-mediterranes Klima zum längeren Verweilen ein. Gern nimmt man sich ein paar Tage Zeit, um auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen. Bozen ist als Landeshauptstadt ein weiterer kultureller Meilenstein dieser wunderschönen Radroute. Nach der Besichtigung des romanischen Doms in Trento gibt es nach Trient zwei Möglichkeiten, die Reise zu beenden.

Folgt man dem einen Weg, erreicht man den Hafen Ostiglia am Po, folgt man dem Weg Richtung Westen, erreicht man über Feltre bald Treviso. Von hier aus ist das Ziel, Venedig, nicht mehr weit. Nun kann man diese auf 118 Inseln gebaute Stadt in Ruhe per Gondel besichtigen und sich von den unzähligen Gondolieri ein Ständchen im Abendrot singen lassen.

Möchte man sich all die wundervollen Städte und Landschaften ansehen, ist man ca. 7-10 Tage mit dem Rad unterwegs. Doch diese mehr als eine Woche dauernde Radtour ist die Anstrengungen allemal wert. Entlang der Via Claudia Augusta ist wieder einmal mehr das Motto: „Der Weg ist das Ziel“.

Radreise entlang der Via Claudia Augusta

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